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Schale mit bernsteinfarbenen Kandiszucker-Stücken

Kandis

Kandis, oft auch Kandiszucker genannt, ist eine Art von Zucker, der durch langsames Kristallisieren aus einer Zuckerlösung hergestellt wird. Es handelt sich um große, klare oder bernsteinfarbene Kristalle, die sowohl als Süßungsmittel für Heißgetränke als auch als Dekoration für eine Vielzahl von Desserts verwendet werden.

Lesezeit: 5 Minuten

Kandis auf einen Blick

  • Definition: Kandis ist grobkristalliner Zucker (Rock Candy), der aus einer hochkonzentrierten Zuckerlösung langsam auskristallisiert.
  • Herstellung: Für Kandis wird Zucker in Wasser gelöst; aus der übersättigten Lösung wachsen die Kristalle über mehrere Tage bis Wochen zu größeren Stücken heran.
  • Sorten: Es gibt weißen und braunen Kandis sowie Spezialformen wie Kluntje, Krusten- und Grümmel-Kandis.
  • Geschmack: Weißer Kandis schmeckt neutral-süß, während brauner Kandis durch Karamellisierung eine malzig-karamellige Note erhält.
  • Verwendung: Kandis wird vor allem im Tee genutzt, wird aber auch für Heißgetränke, Liköre, Backwaren und Desserts eingesetzt.
  • Gesundheit: Kandis besteht überwiegend aus Saccharose und ist ernährungsphysiologisch mit normalem Haushaltszucker vergleichbar.
  • Abgrenzung:Kandis“ bezeichnet ausschließlich Zucker und hat nichts mit illegalen Drogen wie MDMA zu tun; entsprechende Suchbegriffe sind eine reine Namensüberschneidung.

Beschreibung

Im heutigen Gebrauch ist Kandis vor allem als Ergänzung zu Heißgetränken wie Tee und Kaffee bekannt. Seine große Kristallstruktur löst sich langsam auf und verleiht dem Getränk eine subtile, süße Note. Insbesondere in der ostfriesischen Teekultur darf Kandis als traditioneller Bestandteil nicht fehlen. In einigen anderen Regionen wird Kandiszucker zudem als schmackhafte Dekoration für Backwaren verwendet.

Geschichtliche Hintergründe

Die Herstellung von Kandis geht bis ins 9. Jahrhundert zurück und hat ihren Ursprung im arabischen Raum. Von dort aus verbreitete sich das Wissen um die Herstellungstechnik in einige asiatische Länder wie China und später nach Europa. Kandis wurde durch den Handel mit den Seewegen der Hanse in Mitteleuropa bekannt und schnell populär. Ursprünglich als kostbare Zuckerspezialität gehandelt, ist Kandiszucker heute vielerorts leicht erhältlich.

Spannende Fakten

  • Kandis wird in verschiedenen Farben produziert, die durch den karamellisierten Zucker entstehen können. Manche Sorten werden auch mit Aromen wie Vanille angereichert.
  • Die Herstellung von Kandis erfordert besondere Voraussetzungen: Die Lösung aus Zucker muss langsam und unter kontrollierten Bedingungen abkühlen, um die beeindruckenden Kristalle zu bilden.
  • In der ostfriesischen Teekultur ist die Reihenfolge der Zugabe entscheidend: Erst der Kandis, dann der heiße Tee – so kann man das Knistern der sich auflösenden Kristalle hören.
  • Kandis kristallisiert, indem gesättigte Zuckerlösung über mehrere Tage hinweg abkühlt. Dieser Prozess erfordert Unmengen an Geduld.
  • Im viktorianischen England galt Kandiszucker als beliebte Süßware für Kinder.

Fragen & Antworten zu Kandis

Was versteht man unter Kandiszucker?

Kandiszucker ist der Oberbegriff für alle Kandisprodukte. Er entsteht aus Rübenzucker, der in Wasser gelöst und über längere Zeit zu großen Zuckerkristallen auskristallisiert wird. Kandiszucker wird häufig einfach kurz „Kandis“ genannt.

Wie wird Kandis industriell hergestellt?

Zur Herstellung von Kandis wird Zucker in heißem Wasser gelöst, bis eine übersättigte Zuckerlösung entsteht. Diese Lösung kühlt langsam ab und lagert Zucker an Kristallkeimen an. Je nach Verfahren wachsen die Kristalle in Bewegung oder in Ruhe über Tage bis Wochen zu den typischen Kandisstücken heran.

Wie kann man Kandis zu Hause selbst machen?

Für selbst gemachten Kandis wird eine stark gezuckerte Lösung aus Zucker und Wasser vorbereitet und in ein Gefäß gefüllt. Ein Faden oder Holzstab dient als Kristallisationsfläche. Über mehrere Tage lagert sich Zucker an und es entstehen sichtbare Kristalle. Die Herstellung ist jedoch zeitaufwändig und erfordert sauberes Arbeiten.

Was ist der Unterschied zwischen normalem Zucker und Kandis?

Der chemische Unterschied ist gering: Beide bestehen überwiegend aus Saccharose. Der Hauptunterschied liegt in der Kristallgröße, dem Mundgefühl und teilweise im Aroma. Kandis löst sich langsamer auf, kann milder wahrgenommen werden und eignet sich gut für Teezeremonien und dekorative Anwendungen.

Warum verwendet man Kandis im Tee?

Kandis wird traditionell im Tee genutzt, weil er sich langsam auflöst und den Tee sanft süßt. Besonders in der ostfriesischen Teekultur werden große Kandisstücke, sogenannte Kluntje, verwendet, die beim Auflösen leise knistern und als fester Bestandteil des Teerituals gelten.

Ist Kandiszucker gesünder als Haushaltszucker?

Ernährungsphysiologisch gilt Kandis nicht als gesünder als normaler Zucker. Beide liefern hauptsächlich Energie in Form von Saccharose. Unterschiede bestehen eher in Geschmack, Aussehen und Verwendung, nicht im gesundheitlichen Effekt.

Was ist brauner Kandis?

Brauner Kandis ist Kandiszucker, dessen Zuckerlösung vor oder während der Kristallisation karamellisiert wird. Dadurch erhält er seine braune Farbe und ein aromatisches, leicht malzig-karamelliges Geschmacksprofil, das gut zu kräftigen Tees, Glühwein oder Heißgetränken passt.

Was ist Grümmel-Kandis?

Grümmel-Kandis besteht aus kleineren, unregelmäßig gebrochenen Kandisstücken oder Krümeln. Er löst sich schneller auf als große Kristalle und eignet sich gut zum Süßen von Tee, Kaffee oder zum Backen, wenn Kandisaroma erwünscht ist.

Was ist der Unterschied zwischen Kandis und Kluntje?

„Kluntje“ ist eine regionale Bezeichnung aus Ostfriesland für große, weiße Kandisstücke. Chemisch handelt es sich ebenfalls um Kandiszucker. Der Begriff beschreibt vor allem Form und regionale Tradition, nicht eine eigene Zuckerart.

Lizenz & Nutzung

Inhalte auf dieser Seite stehen unter CC BY 4.0. Bitte bei Übernahme die Quelle PAPER & TEA – Kandis nennen und auf diesen Artikel verlinken.

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