Basilikum auf einen Blick
- Botanik: Basilikum (Ocimum basilicum) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist mit Minze, Oregano und Thymian verwandt.
- Herkunft: Ursprünglich aus Nordwest-Indien, seit über 3000 Jahren kultiviert und im 12. Jahrhundert in Europa verbreitet.
- Beiname: „Königskraut“ – abgeleitet vom griechischen basilieus („König“).
- Geschmack: Frisch, süß-würzig und leicht pfeffrig; aromatisch und vielseitig in der Küche.
- Verwendung: Beliebt in mediterranen Gerichten, Teemischungen, Naturheilkunde und Parfümerie.
- Anbau: Bevorzugt sonnige, warme Standorte und nährstoffreiche, feuchte Böden; ideal für den Anbau im Topf.
- Sorten: Strauchbasilikum, Zitronenbasilikum und Thai-Basilikum sind die bekanntesten Varianten.
- Produktion: Hauptanbaugebiete sind Italien, Frankreich und Spanien; Basilikum deckt bis zu 75 % des europäischen Frischkräuterverbrauchs.
- Pflegetipp: Für buschigen Wuchs ganze Stängel oberhalb eines Blattpaares abschneiden – das fördert neue Triebe.
Beschreibung
Basilikum kann einjährig oder mehrjährig wachsen, dabei handelt es sich häufig um kurzlebige Stauden oder Halbsträucher, die frostfreie und warme Bedingungen bevorzugen. Basilikum gedeiht an sonnigen Standorten in nährstoffreichen, feuchten Böden und eignet sich ideal für den Anbau im Topf auf Balkonen oder Fensterbänken.
Die bekannteste Art in Mitteleuropa ist das Strauchbasilikum (Ocimum basilicum). Es gibt zwei Hauptunterarten: Ocimum basilicum L. subsp. basilicum, verbreitet in Europa, und Ocimum basilicum subsp. minimum L., besonders in Indien als Zierpflanze kultiviert. Andere beliebte Basilikum-Typen sind Zitronenbasilikum und Thai-Basilikum.
Der Name Ocimum leitet sich vom griechischen "ozein" ab, was auf den starken Duft des Krauts hinweist, während "Basilikum" auf das griechische "basilieus" für "König" zurückgeht, was der Pflanze den Beinamen “Königskraut” einbrachte.

Geschichte und Hintergründe
Die genaue Herkunft des Basilikums ist unklar, jedoch wird Nordwest-Indien als Ursprungsregion vermutet. In Vorderindien wurde Basilikum bereits um 1000 v. Chr. kultiviert. Historische Funde, etwa in ägyptischen Pyramiden, belegen seine antike Verwendung. Basilikum gelangte vermutlich durch Handel und Migration nach Südeuropa und Deutschland, wo es im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt wurde. Der schwedische Botaniker, Zoologe und Arzt Carl von Linné veröffentlichte den Artnamen Ocimum basilicum im Jahr 1753. Ursprünglich in der Mittelmeerregion populär, breitete sich das Königskraut durch europäische Entdeckungen bis nach England und Amerika aus und ist heute ein weltweiter Gastronomiefavorit.
Spannende Fakten
- Für einen buschigeren Wuchs sollte man Basilikum ernten, indem man die Stängel statt nur einzelne Blätter abschneidet, was die Bildung neuer Triebe fördert.
- In der Antike wurde Basilikum mit unterschiedlichen Bedeutungen assoziiert: von den alten Ägyptern zur Einbalsamierung genutzt, galt es bei den Römern als heilig, während es bei den Griechen negative Emotionen symbolisierte.
- Die heutigen Hauptproduzenten in Europa sind Frankreich, Italien und Spanien, wobei Basilikum etwa 60-75 % des Frischkräuterverbrauchs auf dem Kontinent ausmacht.
Quellen
- National Library of Medicine: Sweet Basil (Ocimum basilikum L.)
- Wikipedia: Basilikum
- Plantura: Strauchbasilikum: Sorten, Schneiden und Überwinterung
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