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Weißer Tee

 

Wie die klassischen Schwarz- und Grünteevarianten wird auch der Weißtee aus der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen. Seinen Namen verdankt er der minimalen Verarbeitung und der blassen Farbe seines Aufgusses, dem seit jeher besonders belebende und verjüngende Eigenschaften zugeschrieben werden.

So sagt die Legende, dass die zarten Triebe während des 5. und 6. Jahrhunderts von Jungfrauen mit goldenen Scheren und Schüsseln geerntet wurden und allein dem Kaiser vorbehalten waren, dem dieser vestalische Genuss als Tribut präsentiert wurde.

Zwar haben sich die Erntebedingungen über die Jahrhunderte um einiges verändert, doch ist bis heute die liebevolle Handarbeit geblieben, mit der die jungen Blattspitzen und Triebe während der ersten Frühlingstage geerntet werden.

Kaum oxidiert, verdankt der weiße Tee sein seidig-sanftes bis sonnig-süßes Geschmacksspektrum nur drei Verarbeitungsschritten – Welken, Rollen und Trocknen – welche die flüchtigen Aromen und vielen Antioxidantien bewahren: Ein angenehm weicher Geschmack, der dennoch die Sinne schärft.

 image credits: Morgann

Gelber Tee

Gelb ist nicht nur die Farbe dieser raren Teesorte, deren Genuss einst ausschließlich dem Kaiser gebührte. Auch der kaiserliche Hof Chinas schmückt sich – ein Zufall? – in Gelb.

Der  seltenste aller Tees, der früher nur in Ausnahmefällen die Grenzen seiner Heimat verließ, verdankt seine Sonderstellung einer komplizierten und mühseligen Verarbeitung, die ihn auf der Oxidationsskala zwischen Weiß- und Grüntees verortet.

Zwei im Vergleich einzigartige Schritte zeichnen die Verarbeitung dieses Goldkinds aus: Durch Einrollen der feuchten Blätter wird ein starker Welkprozess in Gang gesetzt, auf den eine verlängerte Trockenphase folgt. Das Ergebnis ist nicht nur die namensgebende gelbe Färbung, sondern auch ein einzigartiges Aroma und ein vollmundig-reifer Geschmack.