Teeregionen

Seit ihrer sagenumwobenen Entdeckung durch den Kaiser Shennong vor fast 5000 Jahren trat die Teepflanze Camellia Sinensis ihren weltweiten Siegeszug an und bereichert uns heute mit einem unglaublichen Spektrum lokaler Ausprägungen und Aromen.

Bei P & T tragen wir den atemberaubenden Landschaften und vollmundigen Geschmäcken der Teeregionen Rechnung, durch unsere direkte Zusammenarbeit mit kleinen Gärten, die ganz in der Tradition ihrer Region verwurzelt sind. Von der fruchtbaren Vulkanerde Kenias über die klare, frische Bergluft Nepals, bis hin zu den tropischen Regenwäldern Assams – entdecken Sie die schiere Fülle regionaler Aromen, die unsere Auswahl sortenreiner Ganzblatt-Tees zu bieten hat.

China

In China, nimmt das mächtige Vermächtnis des Tees seinen Anfang. Seither tief mit der Kultur des Landes verbunden, wird hier das gesamte Spektrum an Teesorten produziert und genossen: ob schwarz, Oolong, grün, weiß, gelb oder Pu-Erh. Vom der kaiserliche Grüntee Imperial Dragon aus Zhejiang, rauchiger 1876 aus Anhui oder die Gold strahlenden Blattknospen aus Yunnan – die Vielfalt chinesischen Tees ist unübertroffen.

 

Japan

Tee wurde im 9. Jahrhundert in Japan eingeführt, als wandernde Mönche ihn von ihrer Reise nach China zurückbrachten. Grüntee ist bei weitem die meistproduzierte und -getrunkene Teesorte Japans und verdankt sein unverkennbar grasiges Umami-Aroma einem eigens entwickelten Anbausystem, das das Beschatten heranwachsender Teepflanzen und das Dämpfen der geernteten Blätter vorsieht. Die Zubereitung des feinpulvrigen grünen Matcha in der japanischen Teezeremonie ist dabei bereits seit dem 12. Jahrhundert geläufig.

 

Taiwan

Die Wurzeln der florierenden Teekultur Taiwans reichen bis aufs chinesische Festland zurück. Einwanderer brachten von dort eine Tee- und vor Allem eine vielfältige Oolongkultur mit, die in den subtropischen Wäldern und an den majestätischen Hängen der fruchtbaren Insel gedeihen konnte. Heutzutage schätzen Teekenner weltweit die Vielfalt ihrer Teesorten wie den würzigen Mountain Orchid, den floral grünen Four Seasons of Spring oder den fruchtig-reifen Oriental Beauty.

 

Korea

Ähnlich wie in Japan waren es buddhistische Mönche, die einst Tee nach Korea brachten, nachdem sie während ihrer Reisen durch China die Verbindung von Tee und Zen-Meditation schätzen lernten. Mit Aufkommen des Konfuzianismus im 14. Jahrhundert jedoch wurde die Teekultur weitgehend unterdrückt, was sich während der japanischen Besatzung nur noch weiter verschlechterte. Seit nunmehr 150 Jahren erstrahlt die koreanische Teekultur in neuer Blüte und beeindruckt mit einer Vielfalt hochklassiger Grün- und Schwarztees, die sich durch unverkennbar vollmundige Röst- und Nussaromen auszeichnen.

 

India

Mit aus China eingeschmuggelten Teesamen wurde in Indien erst in den 1820er Jahren der Teeanbau, insbesondere die Kultivierung Schwarztees durch die britische Kolonialmacht auf den Weg gebracht. Heute ist Indien der zweitgrößte Teeproduzent weltweit und beglückt Teekenner mit seinen floral-fruchtigen Darjeelings und vollmundigen malzigen Schwarztees aus der tropischen Flussebene Assams. Neben der Vielfalt sortenreinen Tees gilt vor allem ein scharf gewürzter Masala Chai als tägliches Muss vieler Inder.

 

Sri Lanka

Sri Lankas Geschichte als Teenation beginnt mit seiner Kolonialisierung durch das British Empire. Heute wie damals ist Tee die wichtigste Agrarpflanze des Landes und wird vornehmlich zu Schwarztee verarbeitet, der den historischen Namen der Insel trägt: Ceylon. Seine vielfältigen Aromen reichen von den frisch, zart blumigen high growns aus Sri Lankas Berglandschaft, über die vollmundig, spritzig-würzigen mid growns bis hin zu den kräftig-malzigen Tees der Tiefebenen.

 

Nepal

Aus dem benachbarten Darjeeling kam einst der Tee nach Nepal, doch blieb sein Handel ohne die Unterstützung durch das British Empire weitgehend beschränkt auf das Land am Rande des Himalaya. Seit den 1960ern jedoch investiert die Regierung vermehrt in die Teeproduktion, sodass Nepal heute über eine kleine aber angesehene Teeindustrie verfügt, die für ihre Vielfalt hochwertiger Ganzblatt-Tees bekannt ist. Hierbei spielt die dünne, klare Bergluft eine wesentliche Rolle im Herausbilden der fein-nuancierten Aromen.

 

Tea harvesting in Kenya

Kenya

Tee ist das wichtigste Anbauprodukt Kenias und verhilft dem ostafrikanischen Staat an dritte Stelle der Teeproduzenten weltweit. Wenngleich ein Großteil seiner Ernte in industriell gefertigten Teebeuteln minderer Qualität landet, gibt es eine wachsende Zahl kleiner Farmen, die sich die optimalen klimatischen Bedingungen und den fruchtbaren Boden Kenias zu Nutzen machen und dabei wahrlich hervorragende Tees produzieren: von ausdrucksstarken, fruchtigen Schwarztees bis hin zu komplexen Weißtees in der Tradition chinesischer Silbernadeln.

Image credits:
Sri Lanka: Mstyslav Chernov via Wikimedia Commons
Nepal: tcy3282, licensed under Creative Commons via Flickr
Kenya: CIAT International Center for Tropical Agriculture, licensed under Creative Commons via Flickr