P & T
Artist Series:
Lars Kanter

Was bedeutet es eigentlich zu trinken? Die neuesten Gegenstände in unserer kuratierten Designerserie ziehen die ganze Aufmerksamkeit des Teetrinkers auf ihre zeitlose Ästhetik.

Mit unserer P & T Artist Series haben wir uns das Ziel gesetzt, die Aufmerksamkeit unserer Kunden wieder auf die Liebe zur Handarbeit zu lenken. Entdecken Sie die neusten Stücke unserer Kollektion, direkt aus dem Atelier des Berliner Keramikers Lars Kanter.

 

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Die weiche und lichtdurchlässige Oberfläche der zarten Gefäße versucht unser Auge zu täuschen. Geleitet von seiner Liebe für japanische Teezeremonien, wendet Lars Kanter klare und stille Linien in seinen Keramikstücken an.

Jede dieser einzigartigen Porzellanschalen wird in Lars‘ Atelier in Berlin handgemacht. Porzellan ist das Lieblingsmaterial des Töpfers und passt sich perfekt an seinen Forderungen nach Perfektion und Klarheit an. Die weiße, raue Oberfläche jeder Schale bietet eine angenehme Griffigkeit und ein tolles Trinkgefühl. Während die äußere Oberfläche für eine intime taktile Berührung sorgt, ist das Innere mit einer seidig-gradierenden Glasur versiegelt.

„Jede Tasse ist ein Einzelstück und unterstreicht damit den Wert des Tees, der darin liegt“

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Wir haben Lars in seinem Atelier getroffen und über den Entstehungsprozess seiner Arbeiten geplaudert. Lesen Sie das komplette Interview hier:

Was ist Ihre persönliche Beziehung zu Tee und Keramiken?

Vor einigen Jahren war ich in Indien, wo ich auch mehrere Töpfer in ihren Dörfern besucht habe. Da wurde der Chai auf Bahnsteigen in einfachen, unglasierten Tonbechern gereicht, die nach dem Gebrauch aus dem Fenster geworfen wurden – das hat mich sehr fasziniert. Ein Becher für einen Tee! Noch immer trinke ich gern indischen Chai, aber mein Favorit ist grüner Tee, auch verschiedene Sorten. Die Zubereitung in einer schönen Teekanne, das Aufgießen, der Duft des Tees lassen mich entspannen. Ihn dann aus einer schönen Schale zu trinken ist ein genussvoller Augenblick.

Was sind die größten Einflüsse, die Ihre Keramiken inspirieren?

Einfluss auf meine Keramiken hatte in erster Linie meine Lehrmeisterin Hedwig Bollhagen, die mich mit der schlichten Ausgewogenheit sowie Form- und Dekorperfektion ihrer Keramik sehr geprägt hat. Aus meiner Sicht ist es ähnlich mit der japanischen Keramik, die mich sehr anspricht und einen hohen Anspruch an Form und Dekor in meinen Schalen entstehen lässt. Dazu kommen noch die Rituale der Teezeremonie, die die Liebe zur Keramik, zum Tee und zur Perfektion noch unterstreichen.

Können Sie auf die Wahl der Materialien eingehen, die Sie benutzen und wie diese Ihre Arbeiten beeinflussen?

Ich nutze zur Zeit gern Porzellan zum Drehen, da es meinem Anspruch an Perfektion und Klarheit sehr entgegenkommt. Ich mag das weiße Leuchten, die Härte und die Oberfläche nach dem Brand. Drehtechnisch ist die Sorte, die ich benutze, eine sehr große Herausforderung. Größere Objekte sind kaum möglich. Dafür ist es sehr fein in der Verarbeitung. Und am Ende entsteht ein schöner Handschmeichler.
Bei Gelegenheit arbeite ich gern mit Rakutechnik. Mich fasziniert die Herstellungsweise, das Archaische, das Feuer und die Überraschung, wenn die Keramik aus den verbrannten Sägespänen geholt wird.
Für Projekte wie Teekannen benutze ich normalen Drehton, da dies mit dem Porzellan, das ich benutze, aufgrund der Beschaffenheit nicht möglich ist.

Wie stellen Sie sich vor, dass Ihre Keramiken unseren Teegenuss beeinflussen?

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Ich denke, dass jede Hand sich eine Schale aussucht. Jede Schale ist ein Einzelstück und unterstreicht damit den Wert des Tees, der sich darin befindet. Deshalb ist jede Schale, die ich herstelle, ein wenig anders, fernab jeglicher Massenproduktion. Jeder kann seine eigene Lieblingsschale in der Hand halten und die unterschiedlichen Oberflächen fühlen, mal glatt, mal rauer. Oder sich in den verschiedenen Farben der Glasuren verlieren, die z.B. an das Meer erinnern.

 

 

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