Der Aromatischste Tee der Welt

Seit der Song-Dynastie trinkt man in China Jasmintee. Damit ist er nicht nur der beliebteste aller Blüten-Tees sondern auch der älteste. Erfahren Sie mehr über die Geschichte dieser betörenden Schönheit.

So wie die Geschichte des Tees selbst, nimmt auch der ehrwürdige Brauch, Tee mit Blüten zu beduften, seinen Anfang in China. Als erste blumige Kreation ersonnen findige chinesische Teemeister den Jasmintee, dessen erste urkundliche Erwähnung aus der Song-Dynastie stammt, d.h. um 1240. Kaum verwunderlich, bedenkt man, dass die zarte, betörend aromatische Jasminblüte bereits mehrere Jahrtausende in China verehrt wird. Schon im Kindesalter lernt man in China mit einem beliebten Volkslied die reine und schöne Mo Li Hua zu schätzen: “Schöne Jasminblüte / Duftende Blüten füllen den Ast / Betörend und weiß zu jedermanns Freude.”

Über die Jahrhunderte wuchs die Beliebtheit des Jasmintees beständig weiter und öffnete damit Tür und Tor für die kommerzielle Produktion. Dies führte dazu, dass er sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts als eines der wichtigsten Exportgüter Chinas etablierte, wobei heute auch weitere Länder Asiens wie Taiwan und Vietnam auf dem Markt kräftig mitmischen. Trotz seiner Vorreiterrolle blieb der Jasmintee nicht lange alleine und diente als Vorbild zahlreicher weiterer Blüten-Tees – in unserer Kollektion unter anderem ein Osmanthus-Oolong und ein Rosen-Darjeeling. Doch bleibt der Klassiker der Blütentees bis heute der unangefochtene Favorit.

Heutzutage werden billige, kommerzielle Verschnitte häufig mit Jasminöl beträufelt, oder, schlimmer noch, mit künstlichem Jasminaroma. Echter Jasmintee jedoch, wie der von P & T, bedarf eines liebevollen Verfahrens, bei dem zarte Jasminblüten zwischen einzelne Lagen feinen Tees gelegt werden. Da der Jasmin nur nachts blüht, werden die Blumen tagsüber gepflückt und bereit gelegt, sodass der Tee, sobald sich die Blüten in der Dämmerung öffnen, ihr betörendes Aroma aufsaugen kann. Die verbrauchten Blüten werden am Folgetag entfernt und der Prozess mehrmals wiederholt, um das Aroma des Jasmintees zu intensivieren. Das Resultat ist eine leicht süße und betörend aromatische Melange, mit einem feinen Blütenaroma, das lange auf der Zunge wiegt.


Nebenbei:
In Japan kommen sogar Kit Kat-Riegel in den Genuss des aromatischen Jasmins.

 

 

Bilder: Titelbild von faungg, Zwischenbild von Laurence Simon, unteres Bild von insatiablemunch. Creative Commons Lizenz via Flickr.

In the Mood For Love

Eine leidenschaftliche Mélange feinen chinesischen Weißtees und üppigen Jasmins.

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