Kochen Mit Tee: Ein Rezept für japanischen Ochazuke-Reis

Ochazuke ist ein japanisches Wohlfühl-Gericht, das Reis mit leckeren Toppings und einer Suppenbrühe aus grünem Tee kombiniert. Mit diesem Blitzrezept kochen Sie schnell eine nahrhafte Schale.

Japanische Ochazuke, was sich grob als „in Tee getaucht“ übersetzten lässt, ist ein wahres kulinarisches Juwel: schmackhaft, gesund und unglaublich einfach in der Zubereitung. Die einfache, aber köstliche Suppe besteht im Wesentlichen aus übrig gebliebenem Reis, geschmückt mit einem Sammelsurium an leckeren Toppings und mit grünem Tee als „Suppenbrühe“ übergossen. Das Ergebnis ist ein wunderbar suppiges, nahrhaftes Mahl und für viele Japaner der Inbegriff von Wohlfühl-Essen, vergleichbar in etwa mit Reis-Congee, einem Brei, der in weiten Teilen Ostasiens das traditionelle Frühstück bildet.

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Mit einigen Wintermonaten, die noch vor uns liegen, stecken wir hier mitten im Suppenwetter. Aber eine gesunde, wärmende Schale Ochazuke schmeckt auch während des restlichen Jahres. Sie lässt sich schnell zusammenrühren, wenn man müde ist oder sich angeschlagen fühlt, oder aus den Resten zusammenwürfeln, die der Kühlschrank hergibt, wenn man spät und mit knurrendem Magen aus einer Bar kommt. So gut wie jeder japanische Grüntee eignet sich als Brühe, doch unser klarer Favorit ist unser über Holzkohle gerösteter Houjicha, Daily Toast, der mit angenehm nussiger Tiefe bereichert.

Einfach, schnell, lecker: selber kochen, wie wir es mögen. Weiter unten finden Sie das Rezept.

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Zutaten für eine Portion:
1 Stück Lachs, ca. 80-100 g, frisch oder tiefgefroren (Vegetarier nehmen stattdessen schnittfesten Tofu)
1 Teelöffel fein geraspelter Ingwer
1½ Teelöffel Sojasauce
1½ Tassen Reste-Reis (weiß oder braun)
2½ Teelöffel Daily Toast (oder ein anderer japanischer Grüntee)
1½ Tassen heißes Wasser
Toppings:
½ Blatt Nori-Alge, mit der Schere in dünne Streifen geschnitten
1 Teelöffel Sesamsamen
Eine Handvoll gedämpftes Blattgemüse: Pak Choi, Spinat oder Grünkohl eignen sich alle wunderbar
Gehackte Frühlingszwiebeln und Koriander nach Geschmack
Optionale Topping-Ideen:
Umeboshi, eingelegter Ingwer, Mungosprossen, gekochte und geschälte Edamamebohnen, Bonitoflocken, scharfe Sriracha-Sauce
Zubereitung:
Geben Sie den geraspelten Ingwer zusammen mit der Sojasauce über den Lachs und backen Sie ihn bei 175 °C (350 °F), bis der Fisch sich mit einer Gabel einfach zerflocken lässt – ungefähr 15 Minuten für frischen, und 25 für tiefgefrorenen Lachs. Lassen Sie den Lachs etwas abkühlen und zerkleinern Sie ihn grob. Als Ersatz eignet sich auch gekochtes Huhn, das übrig geblieben ist. Wenn Sie vegetarischer Gesinnung sind, nehmen Sie einfach in dicke Scheiben geschnittenen Tofu und backen ihn, bis er knusprig ist. Eher faul unterwegs? Dann tut’s Lachs oder Thunfisch aus der Dose. Wir sagen’s auch keinem.
Bereiten Sie Ihren Tee nun in einer separaten Kanne zu. Lassen Sie ihn 2 Minuten ziehen, bevor Sie ihn abgießen. Platzieren Sie Ihren Reste-Reis in der Mitte einer großzügigen Schale. Geben Sie den aufgeflockten Lachs und anschließend Ihre übrigen Toppings darauf. Lassen sich im Kühlschrank noch Reste von gekochtem Gemüse antreffen? Je mehr, desto besser!
Zu guter Letzt gießen Sie mit dem heißen Tee auf, am besten entlang des Schalenrands, damit Ihr leckerer Topping-Berg intakt bleibt. Zum Löffel greifen und genießen – Schlürfen erwünscht.
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Probieren Sie Daily Toast

Unser traditioneller Houjicha wird aus grünem Tee gewonnen, der durch behutsame Holzkohlen-Röstung ein robustes, nussiges Aroma entwickelt. Daily Toast ist nicht nur beim Trinken ein Genuss, sondern ergibt auch eine äußerst leckere Ochazuke.

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