How to Gaiwan

Wussten Sie, dass der Gaiwan außerordentlich praktisch in seiner Anwendung bei der Teezubereitung ist?  Folgen Sie unseren einfachen Anweisungen um einen Tee mit vollmundigem Aroma.

Der Gaiwan besticht durch sein schlichtes Design, die das Aufbrühen von gutem Tee nicht nur einfach, sondern auch sehr elegant macht. Er hat sich ungefähr zur gleichen Zeit wie die ersten Teekannen während der Ming-Dynastie in China etabliert und ist bis heute ein häufig verwendetes Utensil bei der Teezubereitung. Wie unser eigener Tee-Experte bestätigt,  erlaubt uns der Gaiwan, die Zubereitung mit mehr Genauigkeit und Kontrolle zu steuern, als es mit der uns vertrauten Teekanne möglich ist.

Sein exotischer Ruf eilt ihm voraus und als maßgebliches Element bei Zubereitung komplexer chinesischer Tees kann der Gaiwan einen Anfänger durchaus einschüchtern. Dabei erleichtert die ungewohnte Form die Zubereitung in vielerlei Hinsicht. Er besteht aus drei Teilen: Deckel, Schale und Untertasse, die man normalerweise mit einer Hand bedient. Der großzügige Innenraum der Schale ermöglicht den Teeblättern, sich vollständig zu öffnen und entfalten, während wir die sich immer intensiver färbende Tasse beobachten können. Auf diese Weise lässt sich der Ziehvorgang entsprechend unseres eigenen Geschmacks steuern.

Der Deckel dient unter anderem dazu, die Temperatur im Inneren des Gaiwan zu beeinflussen. Bei dunkleren Tees wird die Schale mit dem Deckel verschlossen, bei helleren Tees kann er weggelassen werden, um ein Entweichen überschüssiger Hitze zu ermöglichen. Da in einem Gaiwan tendenziell sehr viele Teeblätter im Verhältnis zum Wasser verwendet werden, ist die Möglichkeit eines raschen Abgießen des Tees wünschenswert. Durch das Verschieben des Deckels entsteht dafür eine große Öffnung – auf diese Weise wird der Aufguss nicht zu stark. Gleichzeitig hält der Deckel beim Abgießen die Blätter im Inneren des Gaiwan für den nächsten Aufguss  zurück.

Folgen Sie dieser Anleitung:

 

Füllen Sie die empfohlene Menge Teeblätter in den Gaiwan.

 

Gießen Sie heißes Wasser (mit der empfohlenen Temperatur) darüber und beobachten Sie, wie sich der Tee sich entfaltet. Sie können die Blätter mit dem Deckel leicht hin- und herbewegen

 

Beobachten Sie die sich ändernde Farbe des Tees. Auf diese Weise lässt sich gut einschätzen, wann der Aufguss fertig ist.

 

Wenn der Tee fertig ist, legen Sie den Deckel auf, so dass die Flüssigkeit durch den Spalt zwischen Schale und Deckel abfließen kann. Heben Sie die Schale mit Daumen und Mittelfinger hoch und sichern Sie den Deckel mit dem Zeigefinger.

 

Neigen Sie die Hand leicht nach vorne und gießen Sie den fertigen Tee in eine Servierkanne oder in eine Tasse.

 

Wiederholen Sie diesen Vorgang ein zweites, drittes oder sogar viertes Mal!

Mit seiner schlicht-eleganten Form war die Wahl des Gaiwans für die Zubereitung des Tees schon immer eine gern gesehene Art der Darreichung bei Tee-Zusammenkünften – Gäste erfreuen sich stets an dem anmutigen Tanz der Gesten. Der Gaiwan agiert als Verlängerung der Hand – einfach den Deckel in die gewünschte Position bringen, mit dem Zeigefinger sichern und die Schale mit Daumen und Mittelfinger festhalten. Dies lässt sich spielend mit eine Hand bewältigen und zum Ausschenken die Hand nach unten neigen. Da es mehrere Möglichkeiten gibt, einen Gaiwan zu halten, experimentieren Sie und finden Sie die für Sie passende Methode. Mit ein wenig Übung wird es Ihnen schnell leicht fallen, geschickt und natürlich mit einem Gaiwan umzugehen.

 

P & T Sommelier Eduardo bei MADE veranstalung „now & zen“

Sancai Gaiwan

Als Teekanne und Tasse zugleich kann dieser glasierte Gaiwan für unterschiedliche Teesorten benutzt werden.

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