Dear Duchess

Die Geschichte des British Afternoon Tea und unser Schwarztee Bedford’s Best

Jede Tageszeit ist eine gute Tageszeit, um Tee zu trinken – zumindest, wenn es nach uns geht. Doch in die Geschichte eingegangen als eine der beliebtesten Teestunden schlechthin ist der Nachmittagstee, ernsthaft angefochten nur von der ersten morgendlichen Tasse. Wahrscheinlich kann niemand den Briten den Rang ablaufen, wenn es darum geht, einen standesgemäßen Nachmittagstee abzuhalten, bei dem das dampfende Getränk mit süßen und herzhaften Snacks kombiniert wird. Für diese großartige Tradition stehen wir in der Schuld einer Frau.

duchess_of_bedfordAls Anna Stanhope geboren, war ihr der aristokratische Weg und hoffähige Titel bereits in die Wiege gelegt. Durch ihre Heirat mit Francis Russel, dem 7. Herzog von Bedford, erhielt Anna 1808 ihren Titel: Herzogin von Bedford. Als solche erfüllte sie während ihres adligen Lebens einige kuriose Rollen: Zwischen 1837 und 1841 war sie Kammerdame von Königin Victoria, und beim Begräbnis von Prinzessin Augusta Sophia trauerte sie als Hauptklageweib an vorderster Front. Zweifelsohne ihre bedeutendste und bekannteste Rolle jedoch ist die als Begründerin des Afternoon Tea.

In den 1840er Jahren, als sie – wie die Legende besagt – auf der Burg ihres Freundes des Herzogs von Rutland zu Gast war, wurde die gute Herzogin Opfer einer Heimsuchung, die zu ihrem noblen Status so gar nicht passen wollte: die Herzogin bekam Hunger. Da der allzu lange Abstand zwischen einem leichten Mittagsgericht und dem späten Abendmahl sie regelmäßig auf dem Zahnfleisch gehen ließ, befahl sie ihrer Magd, zur nachmittäglichen Tasse auch kleine Häppchen aufzutischen, um das wenig damenhafte Magenknurren zu unterbinden: Ein paar Sandwiches (ohne Kruste, versteht sich), vielleicht einen oder zwei Scones und einen süßen Keks, um daran zu knabbern. Ganz die kommunikative Grande Dame, lud Anna zu diesen Zwischenmahlzeiten gerne Freunde ein. Da ihr innerer Kreis keine geringere als Queen Victoria einschloss, die diese Gewohnheit schnell schätzen lernte und zurück im Buckingham Palast selbst ausgiebig pflegte, wurde Annas Notverpflegung bald zum angesagten Ritual und zum dauerhaften Bestandteil britischer Kultur.

Der Herzogin zu Ehren haben wir unseren feinsten Darjeeling als das Glanzstück der Teesorte, die seit jeher den liebsten Nachmittagstee der Briten stellt, nach ihr umbenannt. Bedford’s Best, vorher bekannt als Risheehat, ist ein außergewöhnlich fruchtiger indischer First Flush, dessen Aromapalette so delikat ist, dass er als „Champagner der Darjeelings“ gilt. Wir lieben das feine und vollmundige Bouquet von Bedford’s Best wie es ist, auch wenn der ausgesprochen britische Zusatz von Milch und Zucker durchaus ein gewisses Extra bereithält. Feines Porzellan und ein oder zwei Scones sind natürlich optional, doch die Herzogin wäre bestimmt sehr zufrieden.

Bedford's Best

The „champagne of Darjeelings“ indeed.

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