Die Kunst des Aufgusses

Es gibt viele Arten Tee zuzubereiten – verschiedenste Techniken, die sich aus unterschiedlichsten Traditionen, Kulturen und Geschmäcken heraus entwickelt haben.

Entdecken Sie, welche am besten zu Ihnen passt.

Westlicher Aufguss

In der Tradition des Nachmittagstee entstanden, bereitet man im Westen üblicherweise einen größeren Aufguss zu, der gerne in Kombination mit Kuchen und anderem Gebäck genossen wird.

Größe der Teekanne, ihre Gestaltung und ihr Material können dabei sehr unterschiedlich sein, wobei sie immer größer ist als traditionelle chinesische Aufgussgefäße. Zwar werden weniger Teeblätter als beim chinesischen Aufguss verwendet, doch dürfen diese länger, meist um die 3 Minuten, ziehen, um ein vergleichbar aromatisches Ergebnis zu erzielen.

Ohne spezielle Accessoires oder Techniken zu verlangen, ist diese Methode ideal für Tee-Einsteiger.

Die Gong-Fu-Methode

Chinas jahrhundertealte Gong-Fu-Methode, frei übersetzt als „Tee mit Aufwand betreiben“, hat ihren Ursprung in der buddhistischen Meditation. Zwar verwendet man traditioneller Weise kleine Aufgusskannen aus unglasiertem Ton, doch erfreuen sich Glas und Porzellan immer größerer Beliebtheit.

Für die Reihe mehrerer kurzer, manchmal nur einminütiger Aufgüsse, die jeweils eigene Geschmäcke des Tees hervorbringen, kommen verhältnismäßig viele Teeblätter zum Einsatz – manchmal bis zu doppelt so viele wie beim westlichen Aufguss. Dieser Kombination aus ritueller Zubereitung und vielfachen Aufgüssen sagt man in China meditative Besinnlichkeit nach.

Japanischer Aufguss (Kyusu)

Beeinflusst von lokalen Gepflogenheiten und ästhetischen Ansprüchen, wurden in Japan im Laufe der Jahrhunderte ganz eigene Aufgusstechniken und zugehörige Accessoires entwickelt. Wie die traditionelle Seitengriffkanne Kyusu, gedacht als kunstvolle Verlängerung des Armes, die ein angenehmes Ausschenken garantiert.

Um dabei die kleineren japanischen Teeblätter aufzufangen, sind Kyusus oft mit einem feinen Sieb ausgestattet.

Matcha

Seit dem 12. Jahrhundert ist der feingemahlene Grüntee Matcha Teil der als Chado bekannten Teezeremonie Japans. Von ehrwürdigen Teemeistern in unzähligen Einzelschritten vollzogen, lässt sich die traditionelle Zubereitung jedoch ebenso bequem auf moderne Bedürfnisse umfunktionieren: Mit dem Bambusspatel Chashaku oder einem einfachen Löffel eine Portion Matcha in die Teeschale Chawan sieben, 70°C heißes Wasser hinzufügen und mit dem Chasen-Besen zu einem gleichmäßigen Schaum aufschlagen.

Cold Brew

Die noch junge Methode des Cold Brew verdanken wir experimentellen japanischen Baristas, die damit frische und subtile Geschmacksnunancen aus Kaffee hervorlocken.

Da sich die Bitterstoffe der Teeblätter, auch Catechine genannt, nur sehr langsam im kalten Wasser lösen, schmecken solche Aufgüsse meist süßer und strahlen mit ungeahnter Komplexität. Cold Brew ist eine einfache, mühelose Methode, ideal zur Kreation erfrischender Drinks und als Einstieg in die Welt feiner Ganzblatt-Tees.

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