Assam & Darjeeling

Die berühmtesten indischen Tees stammen aus zwei sehr unterschiedlichen Regionen: die atemberaubenden Höhen von Darjeeling und die tropische Flussebene von Assam.

Mit seiner vielseitigen Kultur, üppigen Landschaften, seiner gewürzreichen Küche und seinen belebten Städten, scheint sich Indien in nichts zurückzuhalten. Dies gilt auch für den Anbau seines geliebten Tees. So verfehlt die ehemalige britische Kolonie weltweit nur knapp den ersten Platz und rangiert einzig nach China als einer der Hauptanbauländer für Tee. Bedenkt man die wichtige Rolle, die der aromatische Aufguss heutzutage in Indien einnimmt, scheint es schwer zu glauben, dass der großflächige Anbau erst in den 20er-Jahren des 19. Jahrhunderts durch die britische Kolonialmacht in die Wege geleitet wurde. Im Bemühen sich vom chinesischen Teemonopol zu emanzipieren, schmuggelten britische Botaniker einige der kostbaren Pflanzen in den eigenen Hoheitsbereich und stellten fest, dass die Stauden im feucht-tropischen Klima des Himalaya-Vorlands von Assam und Darjeeling mit Hilfe chinesischer Anbaumethoden prächtig gediehen. Damit war die Grundlage des britischen Tee-Imperiums geschaffen. Zwar werden heutzutage ca. 70% des in Indien angebauten Tees im eigenen Land konsumiert,  doch handelt es sich hierbei um eine recht neue Entwicklung, die nach einer Kampagne des Tea Bord of India in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts erst richtig an Fahrt gewann.

Die berühmtesten indischen Tees stammen aus zwei sehr unterschiedlichen Regionen: die atemberaubenden Höhen von Darjeeling und die tropische Flussebene von Assam. Die an den Hängen des Himalaya-Vorlands terrassenförmig angelegten Gärten bringen einen charakteristisch leuchtenden, blumigen und fruchtigen Aufguss hervor, der von den Briten schnell als der Tee für die Tea Time am Nachmittag gefeiert wurde. Ähnlich wie bei europäischen Herkunftsbezeichnungen, darf ausschließlich Tee aus der Provinz Darjeeling auch als solcher bezeichnet werden. P & T’s Queen’s Grace ist mit seinem nussig floralen Aroma ein hervorragendes Beispiel der berühmten Schwarztees aus Darjeeling, wenngleich die üppigen Gärten der Region auch erstklassige Weißtees hervorbringen.

An der südlichen Grenze zu Bangladesch bringen dahingegen die reichhaltigen Monsunregenfälle und saftigen Talauen Assams einen weiteren der berühmten indischen Tees hervor, der im feucht-schwülen Klima der Region prächtig gedeiht und sein charakteristisch malziges Aroma ausbildet – ein robuster Aufguss, den man in England schnell als milchaffinen Frühstückstee liebgewann. Nach Südchina ist Assam historisch gesehen die ertragreichste Teeregion weltweit. Wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass dies die einzigen Gebiete sind, in denen die Teepflanze camellia sinensis als camellia sinensis sinensis und camellia sinensis assamica heimisch ist. Tee nimmt in der Region eine solche Sonderstellung ein, dass hierfür sogar eine eigene Zeitzone festgelegt wurde, die Tea Garden Time, die eine Stunde vor der Indian Standard Time vom frühen Sonnenaufgang Profit schlägt und damit die Erntezeiten maximiert. Unser kräftig-malziger Tip of the Morning lässt das Herz aller Assamfans mit seinem charakterstarken Aufguss höherschlagen, während die gold bespitzten Blätter unseres Second-Flush Nandana, sich zu einem honig-süßen Aufguss entfalten, der ganz ohne Milch und Zucker genossen werden kann.

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Image source Carlos Zambrano (flickr)