INDIENS LIEBLINGSGETRÄNK

Die bescheidene Tasse Tee eines indischen Chai Wallah zeugt von einem reichen kulturellen Erbe, das von uralten ayurvedischen Gewürztraditionen bis zu der Beziehung zu Großbritannien und seinem geliebten Tee reicht.

Das Klappern von Metalltöpfen untermalt der Ruf Chai Chai Chai, Schwarztee mit Gewürzen. Diesem folgt ein Teeverkäufer, der schwarzen Tee mit einer Mischung aus Gewürzen, Milch und Zucker kocht. Er repräsentiert eine Klasse von Arbeitern genannt Chai Wallahs, die sich diesem beliebten Stärkungsgetränk verschrieben haben und in Indien am besten dafür bekannt sind, jederzeit und überall zu finden zu sein.

Barfuß und und mit Flecken auf dem Unterhemd mag keinen großen Eindruck hinterlassen, aber diese Männer pflegen ein reiches kulturelles Erbe, das von uralten ayurvedischen Gewürztraditionen bis zu der Beziehung zu Großbritannien und seinem geliebten Tee reicht. Sogar Indiens Premierminister Modi begann als bescheidener Chai-Wallah und verkaufte Tee in Eisenbahnabteilen.

Ein Großteil der westlichen Welt kennt das Wort Chai als süße und würzige Alternative zu Kaffee in modernen Cafés. Tatsächlich kommt der Begriff Chai von dem chinesisch-mandarinischen Wort für Tee, Cha. Diese Verbindung kam durch die Teehandelsrouten, die von der Provinz Yunnan in China in den Himalaya und darüber hinaus quer über den Kontinent verliefen.

Schon bald nachdem der Tee das Meer überquerte, erlangte er große Popularität in Großbritannien als ein seltener und teurer Genuss. Der einzige in der Welt bekannte Tee stammte aus China, durchaus mit der Absicht, dass niemand außerhalb des Landes eine Vorstellung haben solle, wie er hergestellt wurde. Um die hohen Kosten für chinesischen Tee zu umgehen, errichtete die British East India Company Teeplantagen in Indien in den nordöstlichen Regionen von Assam und Darjeeling, um Tee in großen Mengen zu produzieren und das Land in einen bedeutenden Teelieferant zu verwandeln.

Ab Mitte der 1950er Jahre gehörte Indien zu den Ländern mit dem weltweit größten Teekonsum. Bis heute wird ein starker schwarzer Tee, Chai, mit Masala, den wesentlich den Geschmack beeinflussenden, wärmenden Gewürzen gekocht, eine Mischung mit Ingwer, Kardamom, Zimt, Nelken, Pfeffer und oft noch vielen anderen exotischen Gewürzen. Regelmäßige Aufnahme von Mischungen aus Gewürzen, die den Körper von innen wärmen, bleibt ein zentraler Ansatz des ayurvedischen Wohlbefindens.


 

Wenn man durch das Land reist, schmeckt jeder Chai Masala anders als der vorherige, es zeigt sich der Einfluss der lokalen Gewürzkulturen der Region. Was stets gleich bleibt, sind die großzügigen Mengen an Milch und Zucker, die den berühmten Chai Masala abrunden, der seine Existenz sowohl der indischen ayurvedischen als auch der britischen Teezeit-Tradition verdankt.

 

Die Bilder stammen aus dem Reisetagebuch „Chai Wallahs of India“.

http://chaiwallahsofindia.com/blog/

 

Anleitung für einen authentischen Chai Masala:

HARIMAN CHAI CLASSIC

Die würzige Seite des Chais, unsere wohlschmeckende Mischung aus feinen, erholsamen Masala-Gewürzen passt perfekt in die vollmundige, malzige Tiefe eines reichen schwarzen Assam-Tees.

DEEP ASANA

Wählen Sie Ihren liebsten Schwarztee, geben Deep Asana dazu und kochen Sie beides für 15 Minuten in einer Mischung halb Wasser - halb Milch und zum Abschmecken etwas Zucker zugeben.

WINTER'S LIGHT

Eine vollmundige Hausmischung aus schwarzem Tee und einer Gewürzmischung, die eine Hommage an den "Spice Garden of India", Kerala, darstellt.

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