KULINARISCHE KOMPOSITIONEN MIT TEE [REZEPTE]

Es ist immer wieder faszinierend wie gut sich einige Tees in süßen, als auch herzhaften Rezepten machen. Sie können der Star einer Zubereitung sein oder anderen Geschmacksnoten auf eine neue gustatorische Ebene helfen. So vielseitig wie Camelia sinensis sich weiterverarbeiten lässt und so eine Welt des Geschmacks offenbart, so können auch ihre Tees in kulinarischen Anwendung diverse Rollen spielen.

Mit diesem Journal Beitrag möchten wir Sie inspirieren Ihre Kreativität um unsere Tees auch in der Küche zu nutzen. Wir haben für sie vier einfache Methoden zusammen getragen, mit denen diese für Rezepte aufbereiten können.

1. Aufgießen
Ein kalter Aufguss ist nicht nur etwas für sommerliche Erfrischungsgetränke. Sobald Ihr Rezept eine flüssige Komponente hat, lassen sich diese fantastisch für die Cold Brew Methode nutzen. Bei unserem Käsekuchen Rezept kann die Sahne als Extraktionsmittel verwendet werden und der Tee einfach über Nacht in dieser zeihen. 
Für eine leichte Note empfehlen wir die angebende Menge für einen normalen Aufguss des ausgewählten Tees zu verwenden, für eine präsentere die doppelte Menge. Die Ziehzeit variiert natürlich von Tee zu Tee, hier gehen Sie mit mindesten acht Stunden bei den meisten Sorten auf Nummer sicher. Die feinen und komplexen Noten von Weißen Tee könnten beispielsweise von einer längeren Zeit profitieren, während ein robuster Schwarzer oder ein intensiver Grüner Tee vielleicht mit fünf Stunden schon sein Bestes gegeben hat.
Bei Kräutertees ist das Aufbrühen jedoch von äußerster Wichtigkeit um ein sicheres Lebensmittel herzstellen. Um beim selben Beispiel zu bleiben, kann die Sahne einfach mit dem Kräutertee zum Siedepunkt gebracht werden und dann abgekühlt werden.

Für diese Methode haben wir unseren Golden Earl N°514 für einen Käsekuchen nach baskischen Vorbild  auserkoren. Seine intensiven Noten von Honig und Bergamotten verleihen diesem cremigen Dessert geschmackliche Tiefe, als auch frische. Das einfache Rezept für diese Köstlichkeit finden Sie hier: Golden Earl Basque Cheesecake.
2. Sieden

Für viele Gerichte werden Beilagen oder andere Zutaten separat in Wasser gekocht oder langsam gegart. Dieses Wasser eignet als wunderbares Medium um die komplexen Geschmacksnoten unserer Tees zu übertragen und Gargut zu parfümieren. Kochen Sie einfach den Tee mit, während Reis, Bohnen oder Pasta sich auf den Weg in Richtung al dente begeben. 

Für herzhafte Zubereitungen möchten wir Ihnen unseren Rauchtee McKeag’s Lapsang N°520 ans Herz legen. Dieser Souchong Schwarztee gibt sein intensives Aroma wunderbar an die Pasta ab und sorgt so für die kräftigen, würzigen Noten in unserer vegetarischen Interpretation einer klassischen Carbonara. Hier geht’s zu unserer McKeag’s Carbonara

3. Konzentrieren
Ein Zuckersirup ist wohl eine der ergiebigsten und am einfachsten zu verwendenden Extrakte insbesondere für Getränke und natürlich auch süßen Anwendungen. Für ein einfachen Sirup bringen Sie gleiche Mengen Wasser und Zucker zum Kochen, sodass sich letzterer komplett auflöst. Kräutertees können einfach mit gebrüht werden, bevor der Zucker zugegeben wird. Bei feineren Tees jedoch, empfiehlt es sich der angegebenen Zubereitungsempfehlung zu folgen, um dann den abgeseihten Aufguss erneut mit dem Zucker aufzukochen. Das starke Erhitzen der Zuckerlösung ist wichtig für die Konsistenz des Endprodukts. Alternativ können Tees und Kräuter auch kalt in einem gebrauchsfertigen Sirup extrahiert werden. Für einen Sirup aus 250g Zucker und 250ml Wasser empfehlen wir das Vierfache der Menge, die für eine Tasse Tee benötigt würde.

Für diese drei  Methoden können Sie den Tee lose verwenden, wobei sich hier unsere P &T  Satchel Tee Filter oder unsere Tees in Baumwollbeuteln mehr als anbieten. Für unsere letzten Tipp, brauchen Sie diese allerdings nicht.

4. Mahlen
Eine super simple aber sehr effektive Methode ist es, den Tee mit einer Gewürz- oder Kaffeemühle in ein feines Pulver zu verwandeln. Dieses kann dann direkt in der Zubereitung verwendet werden. Hierbei sollten Sie sich vorsichtig an die richtige Menge herantasten, da beim Kochen oder Backen die Extraktion fortlaufend stattfindet.
Als eine kleine Orientierung empfehlen wir acht Gramm Tee pro hundert Gramm Fett bzw. Öl, das für die Zubereitung verwendet wird.

Für unsere Scones, die an rauchige Elsässer Flammkuchen erinnern, haben wir natürlich wieder zu unserem McKeags’s Lapsang gegriffen, allerdings in einer wesentlich kleineren Dosis, wie Sie in unserem McKeag’s Scones Rezept sehen werden. Intensive Tees eignen sich auch fantastisch für die Herstellung eigener Gewürzsalze. Grüne Tees wie unser Maia’s Pick N°316 trumpfen mit pflanzlichen Aroma und Umami-qualitäten auf, während fruchtige Kompositionen wie unsere Red Hibiscus N°820 mit einer feinen Säure überraschen. Unsere Mengenempfehlung für die Gewürzsalze haben wir in P & T & Salt zusammengestellt.

Ein weiteres Rezept, das wir Ihnen nicht vorenthalten wollen, ist der Earl Grey Chiffon Cake von Michelle @thebakeanista. Dieser luftige, aromatische  Kuchen wird ebenfalls direkt mit gemahlenem Tee zubereitet. Wir sind überzeugt davon, dass sich unser Brave New Earl N°711 ganz vortrefflich in diesem Rezept machen würde. Auf Michelles Seite  www.thebakeanista.com finden sie das Rezept in ausführlicher Länge. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für’s Teilen mit uns.

Falls Sie noch nicht genug haben und sich mehr Inspiration für ihre Rezepte holen möchten, haben wir alle unsere Rezepte zusammen getragen oder Sie schauen gleich hier:

 

 

Photo Credit: @thebakeanista

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